Arkadij Naiditsch
Arkadij Naiditch vs Magnus Carlsen

Naiditsch gegen Carlsen erneut siegreich

von André Schulz
04.02.2015 – Unterhaltsame Runde in Baden-Baden: Adams nutzte eine Ungenauigkeit von Baramidze zum Materialgewinn und wehrte den folgenden Mattangriff zum 1:0 ab. Aronian verlor gegen Caruana ebenfalls entscheidend Material und musste schließlich aufgeben. Naiditsch und Carlsen lieferten sich ein langes Gefecht auf Biegen und Brechen, das Naiditsch gewann. Bacrot und Anand spielten remis.

Wenn Vladimir Kramnik mit Schwarz gewinnen will, dann lässt er gegen 1.e4 von seinen Standard-Verteidigungen Russisch oder Berliner und greift zur "Modernen Verteidigung". Gemeint ist 1....g6. Irgendwann war dieser Zug auch mal "modern", heutzutage ist er eher Standard, aber der Name ist geblieben und vor allem im Englischen Sprachraum verbreitet ("Modern Defence"). In Deutschland hieß diese Eröffnung lange auch Robatsch-Verteidgung, nach dem bekannten österreichischen Meister.

Arkadij NaiditschMagnus Carlsen hat früher gerne mit "exotischen" Eröffnungen experimentiert, z.B. der Aljechin-Verteidigung oder der Drachenvariante: Die Robatsch-Verteidgung kam eher sehr selten vor und brachte auch nicht unbedingt den gewünschten Erfolg. In der U12-Europameisterschaft verlor er damit einmal gegen Andreikin und vor fünf Jahren unterlag er Francisco Vallejo beim Grand Slam Final. Inzwischen ist Carlsen ja Anhänger der klassischen Eröffnungen geworden, aber heute sah er offenbar gute Gründe, gegen Naiditschs 1.e4 mit 1...g6 zu antworten, wobei Carlsen ja noch eine offene Rechnung zu begleiche hat, denn Naiditsch hatte ihm bei der letzten Schacholympiade eine Niederlage beigebracht - bei vertauschten Farben, allerdings.

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GM Arkadij Naiditsch gewinnt das 17. Basler Schachfestival

In der Schlussrunde traf GM Arkadij Naiditsch etwas überraschend auf IM Matthias Dann. Obwohl er aufgrund der anderen bereits zu Ende gespielten Partien mit einem Remis zum Turniersieg gekommen wäre, versuchte GM Naiditsch um jeden Preis, auch die letzte Partie noch zu gewinnen. IM Matthias Dann hielt jedoch dagegen und kann sich somit über den 4. Platz freuen. GM Pavlovic, der schlecht ins Turnier gestartet war, glänzte mit einer wunderbaren Gewinnpartie gegen GM Rapport. Mit zwei Siegen in den letzten beiden Runden konnte sich Yannick Pelletier, der beste Schweizer, noch unter den Preisträgern klassieren.

Das Amateurturnier konnte Natalia Vorotnikova in der 7. Runde mit einem Sieg über Frank Weidt für sich entscheiden. Zudem gilt es besonders hervorzuheben, dass 3(!) Frauen unter den Top 10 gelandet sind. Neben der Siegerin Vorotnikova betrifft dies die für Trubschachen spielende Maria Heinatz auf Platz 9, gefolgt von Gilda Thode, die der SG Zürich angehört. Dies ist sehr bemerkenswert, da die Männer klar in der Überzahl waren.

 

 

Arkadij Naiditch

GM Arkadij Naiditsch gewinnt Weihnachtsopen

Hart erkämpfter Schlussrundensieg gegen GM Kiril Georgiev

In der längsten Partie des Tages sicherte sich die Nummer 1 des Turniers den alleinigen Sieg im diesjährigen Meisteropen. Etwas überraschend setzte sich der ungarische GM Laszlo Gonda dank seines heutigen Sieges gegen GM Christian Bauer auf den 2. Schlussrang. Ein ausgezeichnetes Turnier gelang IM T.R. Hansen aus Norwegen der als Start-Nr. 15 angetreten war und Dritter wurde. Er remisierte in der Schlussrunde gegen den Mitfavoriten GM Richard Rapport, der sich nach seiner Startrundenniederlage noch auf den 5. Platz der Rangliste vorgearbeitet hat.

Die Einzelresultate der letzten Runde im Meisterturnier Schlussrangliste Das Allgemeine Turnier wurde eine Beute von Mosko Grünberger aus Basel. Nach 6 Siegen reichte ihm in der Schlussrunde eine Remis gegen Glenn Petr, der 6 Punkte totalisierte. Gleichviele Punkte erreichten Daniel Portmann, Erwin Spitzer und Hans Joller, die alle în der letzten Runde gewannen. Die Einzelresultate Schlussrangliste.

 

 

GRENKE Chess Classic Baden-Baden
6.-12. September 2014


Zum ersten Mal veranstaltet die Ooser Schachgesellschaft 1922 e.V., gesponsert von der GRENKELEASING AG und unterstützt vom Deutschen Schachbund e.V., ein Großmeister-Turnier mit den führenden deutschen Spitzenspielern. Damit wird das langfristige Ziel von regelmäßigen Wettkämpfen auf höchstem Niveau für die deutsche Spitze in Baden-Baden in der Form weiter forciert, wie es sich die Spieler seit Jahren wünschen.

Im Frühjahr 2013 spielten die führenden drei deutschen Großmeister in einem Supergroßmeisterturnier zusammen mit drei Weltklassespielern in der ersten GRENKE Chess Classic. Für das Jahr 2015 ist das nächste Superturnier mit Weltklassespielern geplant.

Bei der diesjährigen Auflage werden zwei Startplätze unter den deutschen Spielern für das Topturnier ausgespielt. Zusätzlich ist ein Preisfonds von 20.750 Euro, davon 7.000 Euro für den Sieger, ausgelobt. Die weiteren Preise betragen 5.000, 3.000, 2.000, 1.500, 1.000, 750 und 500 Euro.

Die Teilnehmer (ELO Stand: 01.09.2014 – Kategorie 15):
  • GM Arkadij Naiditsch (2715; OSG Baden-Baden)
  • GM Liviu-Dieter Nisipeanu (2672; OSG Baden-Baden)
  • GM Georg Meier (2652; OSG Baden-Baden)
  • GM Daniel Fridman (2633; SV Mülheim-Nord)
  • GM David Baramidze (2599; SV Hockenheim)
  • GM Philipp Schlosser (2582; OSG Baden-Baden)
  • IM Matthias Blübaum (2521; SV Werder Bremen)
  • IM Dennis Wagner (2499; SV Hockenheim)

Mit dem Baden-Badener Lokalmatador und führenden deutschen Spieler Arkadij Naiditsch sowie Liviu-Dieter Nisipeanu, Georg Meier, Daniel Fridman und David Baramidze ist die komplette Nationalmannschaft, die vor wenigen Tagen bei der Schacholympiade in Norwegen die deutschen Farben vertreten hat, am Start. Arkadij Naiditsch besiegte in Norwegen den amtierenden Weltmeister und Weltranglistenersten Magnus Carlsen. Philipp Schlosser, Teamchef der Frauennationalmannschaft, vertritt den Ausrichter. Die Jugendspieler Matthias Blübaum und Dennis Wagner entsendet der Deutsche Schachbund. Beide machen derzeit ein Schachjahr.

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